Bärendienst? Ich hoffe nicht

 

Mein Gott, was ist bloß los? Heute lese ich in der Rheinzeitung, dass nun das Geschachere der “politisch Berufenen” beginnt.

In einem Leserbrief wird schwadroniert über das “Gastrecht” welches Flüchtlinge oder Asylsuchende bei uns genießen. Ganz klar ist doch schon seit dem Jahr 1951 in der Genfer Flüchtlingskonvention geregelt, dass Flüchtlinge und Asylsuchende, welche massive Straftaten begehen ausgewiesen werden um den inneren Frieden des Gastlandes nicht zu gefährden. Das deutsche Asylrecht befolgt diese Konvention.

Ich selbst arbeite in der Arbeitsmarktintegration und habe viele Flüchtlinge kennengelernt. Klar ist, dass nicht jeder Flüchtling nur Gutes im Sinn hat. Das ist jedoch normal und bei uns Deutschen und in jeder Bevölkerungsgruppe zu finden.

Schade, dass dieser Vorfall in Köln nun instrumentalisiert wird. Der Hass gegen Flüchtlinge wird nun (leider) zunehmen, vorallem in den sozialen Netzwerken. Lassen wir uns nicht beirren!

Wir, die engagiert sind in der Flüchtlingshilfe ( ehrenamtlich oder hauptamtlich) erwarten nun von den politisch Verantwortlichen, dass sie diese Situation erkennen und völlig nüchtern reagieren, sonst haben sie dem Land und den Menschen einen Bärendienst erwiesen.

Lesenswert: Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen der mich zu diesen Gedanken angeregt hat.

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